Geistigbehindertenpädagogik

19,50 EUR
AT 20,00 EUR · CH 23,40 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
2015, kartoniert, 88 S.,
ISBN 978-3-934471-97-9
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Im Blick!?

Kinder und Jugendliche mit Sehschädigung und mehrfachen Beeinträchtigungen im Unterricht
Jeanette Haas, Christoph Henriksen
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Bei allen Kindern und Jugendlichen, die in diesem Buch beispielhaft beschrieben werden, liegt eine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung in Kombination mit Blindheit oder Sehbehinderung vor. Zusätzlich treten häufig weitere Beeinträchtigungen, beispielsweise im Bereich der motorischen oder sprachlichen Entwicklung auf.
Im Alltag zeigt sich, dass die Auswirkungen einer Sehschädigung bei Schülern mit mehrfachen Beeinträchtigungen häufig nicht als solche erkannt werden. Erst bei genauerem “Hinsehen” wird deutlich, dass der Förderbedarf im Bereich Sehen eine veränderte Bedürfnislage hervorruft.
Mit welchen Interventionen dieser Situation entsprochen wird, beschreiben die beiden Autoren in ihrer Schrift einprägsam und stellen diese Beispiele in einen aktuellen sehgeschädigtenpädagogischen Rahmen:

»» In welchen Bereichen wirkt sich eine Sehschädigung besonders aus?
»» Welche methodischen und didaktischen Anpassungen können vorgenommen werden, um einer Beeinträchtigung des Sehens Rechnung zu tragen?
»» Welche Aspekte sind nicht bereits in einer guten, auf Menschen mit mehrfachen Beeinträchtigungen ausgerichteten Pädagogik enthalten?
»» Wie kann die räumliche Umgebung unter der Bedingung von fehlendem oder eingeschränktem Sehen gestaltet werden?

Aus dem Inhalt:
»» Geistige Behinderung, Sehschädigung und mehrfache Beeinträchtigungen
»» Einstieg in die Diagnostik des funktionalen Sehens
»» Überlegungen zum Thema Kommunikation
»» Orientierung und Mobilität
»» Lebenspraktische Fähigkeiten und Tätigkeiten die ein länger andauerndes Sehen in der Nähe erfordern
»» Verbesserung der Bedingungen durch die Gestaltung mit Licht
»» Verbesserung der Bedingungen durch Umgebungsgestaltung
»» Glossar / Literatur
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28,50 EUR
AT 29,30 EUR · CH 34,20 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
2013, kartoniert, 240 S.,
ISBN 978-3-934471-94-8
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Lebensgeschichte(n) entdecken und bewahren

Biografiearbeit mit Menschen mit schwerer Behinderung
Gerhard Brenner
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Die typische Lesart der Lebensgeschichte von Menschen mit schwerer Behinderung in den Heimen der Behindertenhilfe in der Fachliteratur ist die einer Verlustgeschichte, bei der viele individuelle Spuren im Räderwerk der Institution verloren gehen. 
Am Schluss steht die Illusionslosigkeit des „Niemand weiß mehr“ (A. Fröhlich) und die deprimierende Feststellung, dass viele dieser Menschen ganz ohne persönliche Geschichte sind.
Die vorliegende Veröffentlichung möchte aufzeigen, dass biografisches Begleiten von Menschen mit schwerer Behinderung auch im institutionellen Rahmen möglich und notwendig ist. Es werden verschiedene Weisen vorgestellt, wie biografische Zeit aus der Perspektive von Menschen mit schwerer Behinderung erschlossen werden kann und ein Erfahren und Erleben der eigenen Lebensgeschichte ermöglichen.
Anhand von vielen Beispielen aus dem Leben von Thomas, eines langjährigen Bewohners der Blindeninstitutsstiftung Würzburg, wird dargestellt, dass die Biografie eines Menschen mit schwerer Behinderung trotz aller Schwierigkeiten, Verluste und Enttäuschungen auch eine Geschichte der Lebensbereicherung sein kann, bei der das Leben in voller Tiefe und Fülle erschlossen wird. 
X
29,50 EUR
AT 30,30 EUR · CH 35,40 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
2009, kartoniert, 380 S.,
ISBN 978-3-934471-79-5
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Heilpädagogik - ein Versprechen

Dieter Fischer
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Ein neues Buch zur Heilpädagogik? Ist das überhaupt notwendig, wo doch Integration und Inklusion endlich Schritte nach vorne tun und behinderten Menschen ein anderes Terrain für deren Leben, Lernen und Arbeiten ermöglichen? Wozu „Versprechen“, wo es heute ja selbstverständlich ist, nach Qualifizierung und Zertifizierung zu fragen? Nicht ein Gegen hat sich dieses Buch auf die Fahnen geschrieben, vielmehr will es Aspekte heilpädagogischer Dienstleistungen beleuchten, die unverzichtbar sind und dennoch zunehmend weniger eine Rolle spielen – Verbindlichkeit, Vertrauen, Werte wie auch Partnerschaft. Die Heilpädagogik selbst will jenen Menschen hilfreich sein, die auf Grund ihrer Lebensbedingungen – in Form von Beeinträchtigungen, Krankheit, Alter oder Armut – auf Unterstützung angewiesen sind. Die neben allgemeinen Überlegungen zur „Heilpädagogik als Versprechen“ dargestellten vierzehn Praxisfelder geben sehr unterschiedliche Einblick in heilpädagogisches Handeln und wollen zu eigenem Gestalten anregen. Belastende Momente – durch Krankheit, Behinderung, Armut oder Alter bedingt – stehen der erbrachten Lebensleistung jener gegenüber, die heilpädagogische Dienste in Anspruch nehmen. Gelingen wie auch Scheitern sind dabei in Balance zu halten, wenn wir nach Talenten suchen und der Hoffnung ebenso Raum geben wie den Werten und dem Sinn.
Dieses Buch lädt Mitarbeiter der Behindertenhilfe, sozialer Dienste wie auch der Altenarbeit ein, sich für ihre Arbeit anregen zu lassen, sowohl für ihre Klienten als auch für sich selbst und ihrer Arbeit neue Perspektiven zu entwickeln - und manches Gewohnte gleichzeitig in Frage zu stellen.
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25,50 EUR
AT 26,20 EUR · CH 30,60 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
2007, kartoniert, 208 S., mit 180 S-W-Fotos,
ISBN 978-3-934471-40-5
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Ich bin anders als du denkst

Menschen mit Down-Syndrom begegnen
Andreas Bohnenstengel, Hanni Holthaus, Angelika Pollmächer
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„Menschen mit Down-Syndrom begegnen“ – sie begegnen uns, wir begegnen ihnen, sie begegnen einander – im Leben und im vorliegenden Buch. Dieses Buch soll ein Beitrag sein, Begegnungen besser gelingen zu lassen, Eltern zu helfen, sich selbst zu orientieren und Angehörige und Freunde zu informieren, Menschlichkeit und Toleranz in unserer Gesellschaft zu stärken.
„Ich bin mongoloid. Aber dafür habe ich zwei Vorteile und Nachteile. Der erste Vorteil ist, dass ich in einer schönen Einrichtung...lebe und auch selbstständiger werde. Und dass ich Glück in der Liebe habe. Das wünsche ich jedem Menschen. …“ 
„Meine erste Begegnung mit einem „Mongoloiden“ - mit Walter - hatte ich, als ich meinen Zivildienst in einem Wohnheim für geistigbehinderte Erwachsene antreten wollte. …“
„Bevor ich schwanger wurde, setzten mein Mann und ich uns damit auseinander, dass es keine Garantie für das „perfekte“ Kind gibt. …“
Möchten Sie wissen, wie diese Geschichten weitergehen, was es mit dem Grauen im Märchenwald auf sich hat und warum man jemand erst verlassen muss, um ihn zu vermissen? Welche Verbindung besteht zwischen Down-Syndrom, einem Dackelhündchen, Rabeneltern und Königskindern? Welche Kopfgeburten und Sehnsüchte bewegen eine Mutter? Was passiert, wenn eine junge Frau mit Down-Syndrom ein Baby bekommt? Wie empfinden es Menschen selber, dass sie „Down-Syndrom“ haben? Womit nerven sich Geschwister am häufigsten? Wie gehen Liebende nach einem Streit miteinander um? Welche Erinnerungen hat eine junge Frau an ihre integrative Schulzeit? Und welche Gefühle bewegen Eltern, die für ihr Kind keine integrative Schule finden können? Was ist Liebe? Wovon träumt eine junge Frau mit Down-Syndrom? Warum hat Johannes unsere Welt wieder verlassen? Wie kann eine Mutter nach dem Verlust ihres Kindes weiter leben? Welche Erinnerungen haben die Töchter nach dem Tod ihrer Mutter? Wie unterschiedlich sind die Gesichter auf den Fotografien, die Art der Selbstdarstellung bei Menschen, die alle in die Schublade "Down-Syndrom" gesteckt werden? Wie ist ihr Bild in den Medien? Wer war Langdon Down? Was bedeutet Down-Syndrom? Wie hat sich die Betrachtungsweise von der Antike bis heute verändert? Antworten auf diese Fragen und noch viel mehr erfahren Sie in: "Ich bin anders, als du denkst!"
Die Ausstellungen - Portraits von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Down-Syndrom. Ergänzt durch kurze Steckbriefe der Portraitierten und Zitate und Erklärungen.
Info: Down-Kind e. V. , Fon 0 89 / 93 93 13 05 -  [Email]  ausstellungen@down-kind.de,  [Linksymbol]  www.down-kind.de
Info: Down-Syndrom-Netzwerk Deutschland, Fon: 0 89 / 93 93 92 23 -  [Email]  info@down-syndrom-netzwerk.de,  [Linksymbol]  www.down-syndrom-netzwerk.de
X
22,50 EUR
AT 23,10 EUR · CH 27,00 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
2004, kartoniert, 236 S.,
ISBN 978-3-934471-44-3
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Schwerste Behinderung

Anfragen an Förderkonzepte für Menschen mit allumfassendem Hilfebedarf
Harald Burkart
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Mit der Ausdifferenzierung von Förderkonzepten für Menschen mit schwersten Behinderungen stellt sich zunehmend die Frage nach deren Bewährung. Dazu gehört auch der Diskurs über die Unterschiede zwischen den verschiedenen Konzepten und deren Bewertung. Im vorliegenden Buch wird versucht, einige theoretische Grundlagen dieser Ansätze darzustellen. Unter Einbezug anthropologischer, entwicklungspsychologischer und erziehungswissenschaftlicher Dimensionen, werden spezifische Anfragen an vier umfangreich ausformulierte Konzepte zur Förderung von Menschen mit schwersten Behinderungen gerichtet. Aus den gewonnenen Ergebnissen und dem Vergleich der Konzepte untereinander, sollen insbesondere auch praktisch tätige Fachkräfte Anregungen und Entscheidungshilfen erhalten können.
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20,90 EUR
AT 21,40 EUR · CH 25,10 SFr
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1993, kartoniert, 368 S.,
ISBN 978-3-925265-43-3
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Intensivbehinderte lernen leben

Manfred Breitinger, Dieter Fischer
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Das vorliegende Buch versucht, der schweren und schwersten Behinderung ihre Dominanz zu nehmen und den von ihr betroffenen Menschen neu "zur Sprache" zu verhelfen - durch eine andere Diagnostik, andere Methoden, andere Ziele und Inhalte. Der Versuch der Förderung „rund um die Uhr“ soll ein Konzept des „Lebenlernens“ gegenübergestellt werden, das vom Menschsein als Kind und Jugendlicher, als Mann oder als Frau bestimmt ist. Auch wenn sich dieses Buch verstärkt an LehrerInnen, ErzieherInnen und TherapeutInnen wendet, sind doch eine Reihe von Fragen angesprochen und Lösungen aufgezeigt, die auch Eltern und Angehörige angehen.
X
5,00 EUR
AT 5,10 EUR · CH 6,00 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
1999, kartoniert, 308 S.,
ISBN 978-3-934471-03-0
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Eine methodische Grundlegung

Neues Lernen mit Geistigbehinderten
Dieter Fischer
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Dieses Buch bemüht sich einer Methodenarmut an der Schule für Geistigbehinderte entgegenzuwirken und gleichzeitig theoretisch wie praktisch die mögliche Vielfalt unterrichtlicher Gestaltung aufzuzeigen. Die hier vorgeschlagenen und reflektierten Methoden sind zusammen mit geistigbehinderten Kindern in der Praxis entstanden. Sie haben auch in integrativen und kooperativen Schulkonzepten vom Grundsatz
her Gültigkeit. Eine größere Methodenvielfalt verdichtet und qualifiziert die möglichen Lernerträgen und
Lerngewinne. Zentraler Konzentrationspunkt jedoch ist und bleibt die Lehrer wie Schüler gleichermaßen einbindende Freude am Lernen – und damit auch am Leben wie an der Welt.
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16,90 EUR
AT 17,30 EUR · CH 20,30 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
2009, kartoniert, 57 S.,
ISBN 978-3-934471-80-1
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Zerebrale Sehstörung

Begleitung von Kindern mit zerebraler Sehstörung in Kindergarten und Schule
Irmgard Bals
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Mark (6 Jahre alt) hat Schwierigkeiten, in einem belebten Supermarkt seine Lieblingsschokoladencreme zwischen den anderen Brotaufstrichen im Regal zu finden. Anne (8 Jahre alt) hat Angst, sich mit dem Fahrrad im Verkehr zu bewegen. Es ist schwierig für sie, die näher kommenden Autos zu erkennen, das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer vorherzusehen und Hindernisse wahrzunehmen, vor allem wenn sie selbst in Bewegung ist. Beide Kinder haben eine zerebrale Sehstörung (Cerebral Visual Impairment: CVI). CVI ist eine Störung der Verarbeitung visueller Informationen im Gehirn, als Folge treten visuelle Wahrnehmungsprobleme auf.
In diesem Buch werden theoretische und praktische Informationen über CVI gegeben: Was sind die Ursachen, wie äußert es sich, welches sind Anzeichen und wie können Kinder mit einer zerebralen Sehstörung im täglichen Leben so gut wie möglich unterstützt werden. Ein Teil der Informationen über CVI ist allgemein gehalten, im Mittelpunkt aber steht die Zielgruppe der Schulkinder.
Als dieses Buch geschrieben wurde, hatte eins von drei Kindern, die von Bartiméus (niederländische Einrichtung für Menschen mit einer Sehschädigung) begleitet wurden, CVI. Die Anzahl der Kinder mit CVI, die eine bessere Sehschärfe als 0.3 haben (und so gesetzlich nicht als sehbehindert gelten) wächst. Viele Kinder mit CVI besuchen die reguläre Grundschule und die Sekundarstufe.
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15,50 EUR
AT 15,80 EUR · CH 18,60 SFr
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2001, kartoniert, 180 S.,
ISBN 3-934471-23-4
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Guido - Unser Leben mit einem mehrfachbehinderten Kind

Eine Liebesbeziehung aufbauen und eine Lebensperspektive entwickeln - Tag für Tag
Daniela und Gianciacomo Carbonetti
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Ein Kind mit einer Behinderung anzunehmen ist für Eltern, auch wenn sie "Fachleute" sind, eine schwierige Aufgabe. Daniela und Giangiacomo Carbonetti - sie Sonderpädagogin, er Psychiater - berichten von ihrem Leben mit ihrem Sohn Guido, der ein Down-Syndrom hat und sehbehindert ist.
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26,50 EUR
AT 27,20 EUR · CH 31,80 SFr
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1998, kartoniert, 388 S.,
ISBN 978-3-925265-67-9
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... den Dialog suchen

Behinderte Menschen fördern, begleiten und betreuen
Dieter Fischer
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Die in diesem Buch zusammen gefassten Beiträge greifen die Diskussion um Lebensqualität ebenso auf wie sie sich mit der Stellung des Erziehers in unserer Gesellschaft auseinandersetzen. Sie fragen nach einer Möglichkeit der Begegnung geistigbehinderter Erwachsener mit Musik (z. B. von R. Strauß) und beleuchten die vergessene Dimension der Kultur im Zusammenhang mit behinderten Menschen. Aus der Erfahrung, dass vor allem Kunst und Literatur dialogisches Leben auszeichnet, wurde auch in diesem Buch immer wieder auf Gedanken, Gedichte und Poesie zurückgegriffen, die den Menschen im Blick haben, nicht aber primär ihre Behinderung.
X
29,90 EUR
AT 30,70 EUR · CH 35,90 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
1988, kartoniert,
ISBN 978-3-925265-14-3
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Förderung schwer geistig Behinderter

Eine Grundlegung
Wilhelm Pfeffer
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17,90 EUR
AT 18,40 EUR · CH 21,50 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
1998, kartoniert, 244 S.,
ISBN 978-3-925265-77-8
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Alltag und schwere geistige Behinderung

Manfred Breitinger
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Das vorliegende Buch wendet sich an Professionelle wie Betroffene, die ihren Alltag mit schwer geistigbehinderten Kindern und Jugendlichen gestalten. Alltägliche Deutungsmuster des Alltags und die ‘kleinen’ - oft übersehbaren Ereignisse und Gegebenheiten des Alltags mit den vielfältigen Erscheinungsformen bis hin zu ‘ganz normalen Katastrophen’ gilt es zu entdecken.
Das Buch zeigt, daß die Annäherung an den Alltag von Menschen mit schwerer geistiger Behinderung anstrengend und mühsam ist, aber gleichzeitig auch voller Hoffnung und Zuversicht für ein lebendiges Miteinander.
Dabei tragen die Sichtweisen von Alltagstheoretikern, Sonderpädagogen, Lehrkräften, Erziehern, von Eltern, Angehörigen und Freunden dazu bei, den Alltag der Menschen mit schwerer geistiger Behinderung besser zu verstehen.
Neben einer theoretischen Deutung von Alltag werden Materialien zur Förderung und Erfahrungsberichte aus der Praxis diskutiert: Die Materialien entstammen verschiedenen Lebenssituationen wie ‘Essen’, ‘Schlafen’ und ‘Freizeitgestaltung’. Sie werden auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Alltag von Menschen mit schwerer geistiger Behinderung hin untersucht. Dabei spielen ‘Wahrnehmbarkeit’ und ‘Kontaktfähigkeit’ eine ebenso große Rolle wie ihre Hilfe zur Erschließung von Sinn für das Leben geistigbehinderter Menschen. Schließlich werden häusliches, speziell pädagogisch-therapeutisches und selbst hergestelltes Material unter die Lupe genommen. Erfahrungsberichte aus dem Alltag über die beiden Kinder Christian und Sophia helfen den LeserInnen, die Bedeutung des Alltagsgeschehens im Leben schwer geistigbehinderter Menschen nachzuvollziehen. Die Erfahrungsberichte berücksichtigen neben den Erinnerungen Angehöriger auch entstandene Verletzungen, Momente lebendiger Beziehung, Zukunftssorgen und Befindlichkeiten der am Alltag Beteiligten. Die theoretische Alltagsanalyse und die geschickte Verknüpfung mit Erfahrungsberichten und Fördermaterialen, erlaubt es, dem Alltag mit „schweigenden ‘Minderheiten’“ näher zu kommen. Protokollblätter zu den Alltagsbereichen ‘Lebenslauf’, ‘Tageslauf’ und ‘Alltagssituationen’ sind ein Wegweiser zu einer konkreten und präzisen Annäherung im alltäglichen Zusammenleben. Der ‘Lebenslauf’ fragt nach Zeit, Hoffnungen und Strebungen, während der ‘Tageslauf’ wiederkehrende Vorgänge im Blick hat. Die ‘Lebensbereichserfassung’ nimmt sich der Gestaltung von Orten und Situationen an, während ‘Alltagssituationen’ auf die Abhängigkeiten und Gegebenheiten dieser Gestaltung schauen. Dabei verstehen sich diese Protokollblätter nicht als alleinige Leitidee, sondern vielmehr als Hilfen zur Erfassung des Alltags.
Die Konsequenz aller Diskussionen ist der Entwurf einer alltagsnahen, sonderpädagogischen Didaktik, die sich der Frage nach dem Sinn des Alltags stellt. Ihre Grundlage ist die gleichwertige Orientierung an Entwicklung, Norm und Individualität ist. Konkret geht es schließlich darum, wie sich Alltagsgeschehen stärker versinnlichen lassen kann, wie seine Einbindung in den Jahreslauf mit Festen, Feiern und Jahreszeiten gelingt, um Pflegehandlungen und die Zusammenarbeit von Eltern und Begleitern mit Sinn zu erfüllen
Neben den Beschwernissen des Alltags werden besonders Freude, kraftspendende Gelassenheit und lebensbejahender Humor in den Vordergrund gestellt und zeigen die langjährige Praxiserfahrung des Autors als Lehrer und Leiter einer Geistigbehindertenschule.
X
16,00 EUR
AT 16,50 EUR · CH 19,20 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
geheftet, 76 S., Erscheinungsweise 1/2j., Abo 30 € jährl + Versand,
ISBN ISSN 1614-6751
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Inklusive Medizin

Medizin für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung. 1/2jährlich Juli und Dezember
Prof. Dr. med. Peter Martin (Kehl, Schriftleitung), Dr. med. Thomas Dorn (Zürich), PD Dr. Johannes Fellinger (Linz)
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Zeitschrift der Bundesarbeitsgemeinschaft "Ärzte für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung" (BAG) und der "Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft von Ärzten für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung" (SAGB). Erscheint 2 mal jährlich (Juni und Dezember).

Aus dem Inhalt des Heftes 1/2016:
Editorial und Autorenhinweise 
Eine Welt der Berührung, Menschen mit Taubblindheit oder Hörsehbehinderung
15 Jahre Medizin für Menschen mit geistiger Behinderung in den Niederlanden
Ein erfolgreiches Paradoxon
Antikonvulsiva – Besonderheiten bei Menschen mit Entwicklungsstörungen
Neuromuskuläre Skoliosen bei Cerebralparesen
Kasuistik
Akute Leukämien bei Kindern mit Trisomie 21
Qualitätszirkel „Behinderten-Medizin“
Veranstaltungen
SAGB- / BAG-Nachrichten

Editorial des Heftes 1/2016:

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wie Sie sofort auf der Titelseite gesehen haben, hat unsere Zeitschrift einen neuen, kürzeren und besser einprägsamen Namen erhalten: „Inklusive Medizin“. Der Untertitel erklärt, welcher Themenbereich in der Zeitschrift – auch weiterhin – behandelt wird: „Medizin für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung“. Mit dem kürzeren, „griffigeren“ Titel gelingt es auch, einen aus meiner Sicht entscheidend wichtigen Aspekt moderner Medizin, so wie ich sie verstehe, deutlich zu machen. Es geht darum, dass vor allem auch Patienten sowie ihre Angehörigen und Betreuer die auf sie konzentrierte Medizin inhaltlich mit gestalten können, in ihrer Praxis, in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten und auch in der Frage, welche Themenbereiche von wissenschaftlichen- und Forschungsaktivitäten in dieser Medizin unbedingt angegangen werden müssen.
Ich hoffe, dass Sie unter dem neuen Titel Inhalte in unserer Zeitschrift nachlesen und aufnehmen können, die Ihnen neue Sichtweisen und für den Alltag brauchbares Wissen vermitteln.
Ihr
Peter Martin

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Info für Anzeigenkunden: Hier können Sie unsere aktuellen Mediadaten einsehen bzw. herunterladen.
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16,00 EUR
AT 16,50 EUR · CH 19,20 SFr
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2011, geheftet,
ISBN ISSN 1614-6751
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Demenz bei Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung

Sonderheft der Z Medizin für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung
Dr. Thomas Dorn, Zürich; Dr. Peter Martin, Kehl-Kork (Hrsg.)
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aus dem Inhalt:
  • - Geistige Behinderung und Demenz: Epidemiologie und einleitende Bemerkungen (A. MW Coppus u. Co-Autorin)
  • - Klinische Symptomatik demenzieller Erkrankungen bei Menschen mit Intelligenzminderung (Ch. Schanze)
  • - Spektrum der Liquorroutineparameter und Neurodestruktionsmarker Tau-Protein/Amyloid-ß 1-42 bei Patienten mit Down-Syndrom und komorbidem dementiellem Syndrom (H. Tumani und Co-AutorInnen)
  • - Brain MRI findings in Down Syndrome and Dementia (G. Tan und Co-Autor)
  • - Demenz und geistige Behinderung: Differentialdiagnostik und behandelbare Demenzen (T. Sappok und Co-Autor)
  • - Epilepsie im Verlauf einer Demenz vom Alzheimer Typ bei Trisomie 21 (P. Martin)
  • - Medikamentöse Demenz-Therapie bei Menschen mit geistiger Behinderung (K. Schmidtke)
  • - Das aktuelle Interview: Neues zur Behandlung der Alzheimer-Erkrankung (Gespräch mit H.-U. Demuth)
  • - Nicht-medikamentöse Therapieansätze bei geistiger Behinderung und Demenz (E. M. Trautwein und Co-Autorin)
  • - Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten für Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz (E. M. Trautwein und Co-Autorin)
  • - Prävention demenzieller Erkrankungen bei Menschen mit geistiger Behinderung (F. Gaese)

Editorial Sonderheft "Demenz" 2011
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
mit großer Erleichterung, es doch noch im Jahr 2011 geschafft zu haben und nicht ohne ein Quäntchen Stolz auf das Ergebnis, können wir ein Supplementheft unserer Zeitschrift zum Thema "Demenz bei Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung“ vorlegen. Zahlreiche Autoren aus den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland vermitteln uns in ihren Beiträgen unterschiedliche Aspekte dieses so bedeutenden gesundheitlichen Problems.
Wir haben es für sehr wichtig angesehen, einen Überblick in dieser Weise zu geben, da bisher im deutschsprachigen Raum dazu kaum etwas publiziert ist. Die Initiative zu diesem Sonderheft kam aus dem "Freiburger Arbeitskreis", der sich, überwiegend zusammengesetzt aus Psychologinnen und Psychologen, Ärztinnen und Ärzten, die mit geistig behinderten Menschen arbeiten, um wissenschaftlich fundierte Standards v. a. in der Diagnostik neuropsychiatrischer Störungen bei geistiger Behinderung bemüht. Mehrere Autorinnen und Autoren dieses Hefts arbeiten in diesem Arbeitskreis mit. 
Natürlich kann ein Thema, das in seiner wissenschaftlichen Aufarbeitung so starker Dynamik unter­worfen ist, nur schlaglichtartig erfasst ­werden. So werden viele Aussagen in den vor­liegenden ­Arbeiten, die neueste Erkenntnisse reflektieren, bald nicht mehr haltbar sein. Dies war auch ein Grund dafür die Publikationsform eines Sonder­heftes für diese Problematik und nicht etwa die eines Buches zu wählen.
Ich danke herzlich allen Mitwirkenden für ihre Beiträge und wünsche unseren Lesern, dass sie viele für sie neue und im klinischen Alltag hilfreiche Aspekte in unserem Sonderheft finden mögen.
Ihr
Peter Martin
X
5,00 EUR
AT 5,10 EUR · CH 6,00 SFr
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1995, kartoniert, 162 S.,
ISBN 978-3-925265-57-0
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Seitenblicke

Schule für Geistigbehinderte - Schule zur individuellen Lebensbewältigung
Karl-Heinz Schneider, Karl-Heinz Stern (Hrsg.)
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Die "Schule zur individuellen Lebensbewältigung" (außerhalb Bayerns auch "Schule für Geistigbehinderte" bzw. "Schule für praktisch Bildbare") steht nicht im Blickpunkt des Interesses, selten streift sie ein Seitenblick. Erst wenn die Einschulung oder die Einweisung in diese Schule für ihr Kind ansteht, gerät sie in das Blickfeld der Eltern. Auch den meisten Lehrkräften anderer Förder- bzw. Sonderschulformen ist das Profil dieser Schule kaum geläufig; das inhaltliche Angebot sowie die Chancen, die in der Förderung durch diese Schulform stecken, ist den meisten Betroffenen häufig nur wenig bekannt.
Dieses Buch gibt einen Einblick in Probleme dieser Förderschulform, pädagogische Antworten werden formuliert, organisatorische Lösungsmöglichkeiten werden aufgezeigt.
Die Beiträge machen modellhaft die Leistungsfähigkeit dieser Schule deutlich: Materialgeleitetes Lernen, Computereinsatz, Möglichkeiten des Instrumentalunterrichts, die Integration von "schwerstbehinderten" Schülern sowie die Problematik des Unterrichts in den "Kulturtechniken" werden thematisiert. Schulische Möglichkeiten der Kooperation mit nichtbehinderten Schülern, Chancen der Eingliederung in das Berufsleben außerhalb der Werkstätten für Behinderte sowie schulisch initiierte Begegnungsmöglichkeiten zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen werden dargelegt und diskutiert. So zeigt sich das Bild einer Schulform, die in einer sich verändernden Gesellschaft ihr eigenes Profil gewinnt.
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19,50 EUR
AT 20,00 EUR · CH 23,40 SFr
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1999, Festeinband, 324 S.,
ISBN 978-3-925265-26-6
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Quellen zur Erziehung von Kindern mit geistiger Behinderung

Band 2: 20. Jahrhundert
Andreas Möckel, Heidemarie Adam, Gottfried Adam
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Die Erziehung von Kindern mit geistiger Behinderung ist – historisch gesehen- immer noch ein junges Gebiet. Es ist erstaunlich, welche ein hohes Niveau im 19. Jahrhundert erreicht wurde und welche Schwierigkeiten die ersten Erzieher und Erzieherinnengeistig behinderter Kinder meisterten. Davon gibt der 1. Band dieser Quellensammlung Zeugnis.
Der zweite Band ist dem 20. Jahrhundert gewidmet. Mit kurzen Textzügen sind vertreten: Trüper, Key,, Montessori, Steiner, Krenberger, T. Heller, Fuchs, Goddard, Binding, Hoche, Henze, Hanselmann, Kreyssig, Braune, Wurm, von Galen, Kuhn, V. v. Weizsäcker, Hunt, König, Rett, Asperger, Adam, Heinemann, Kolakowski, C. F. v. Weizsäcker, Fischer, Nirje, Galliani, Wolfensberger, Kane, Fröhlich, Singer, Mall, Braun, Maiwald, Crossley u.a.
Der Band beginnt mit den Hoffnungen und den ersten Schatten des neuen Jahrhunderts (Nr. 1-7). Die Zeit vor dem Ersten  Weltkrieg war hinsichtlich der Erziehung geistig behinderter Kinder in ihrer Tendenz nicht eindeutig. Die Gefahren einer Diffamierung und einer möglichen Verfolgung zeichnete sich schon in den zwanziger Jahren ab und traten dann in den dreißiger Jahren in Deutschland vehement ein (Nr. 8-21). Zu diesem Zeitabschnitt sind einige mutige Proteste dokumentiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich die Überzeugung durch, dass geistig behinderte Kinder ein Recht auf öffentliche Erziehung und auf Unterricht haben (Nr. 22-36). Die Erziehung geistig behinderter Kinder festigte sich auch dadurch, dass die Schulverwaltungen in vielen Staaten der Welt die Schulpflicht für geistig behinderte Kinder und Schulen einrichteten und für die Ausbildung von Lehrern und Schulassistenten sorgten.
Die Definition von Heilpädagogik, Behinderung und geistiger Behinderung sind hauptsächlich der Einrichtung von Studiengängen für Heilpädagogik an den Hochschulen zu danken (Nr. 37). Mit der Integration und der Normalisation entstanden weltweite, auch gesellschaftspolitisch beachtete Bewegungen, die heute noch anhalten und eine Aufgabe auch des nächsten Jahrhunderts sein werden (Nr. 38-44). Das gleiche gilt für die neue Aufgabe der Erziehung schwer behinderter Kinder, der Differenzierung in den Erziehungsmethoden und der gesellschaftspolitischen Argumentation, welche die letzten beiden Jahrzehnte des Jahrhunderts kennzeichneten (Nr. 45-54).
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19,50 EUR
AT 20,00 EUR · CH 23,40 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
1997, Festeinband, 351 S.,
ISBN 978-3-925265-25-9
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Quellen zur Erziehung von Kindern mit geistiger Behinderung

Bd. 1: 19. Jahrhundert
Andreas Möckel, Heidemarie Adam, Gottfried Adam (Hrsg.)
Mehr Infos
Die Erziehung von Kindern mit geistiger Behinderung ist – historisch gesehen- immer noch ein junges Gebiet. Es ist bewundernswert, welche Höhe sie im 19. Jahrhundert in einigen Anstalten erreichte.
Die vorliegenden „Quellentexte“ sollen zum Verständnis der Erziehung geistig behinderter Kinder und Jugendlicher in den im 19. Jahrhundert neuen Einrichtungen beitragen. Einiges kann nur noch historisches Interesse beanspruchen, anderes liest sich heute noch frisch. Wieder anderes enthält Vorurteile, so wie es sie heute noch oder wieder gibt.
Im ersten Band sind hauptsächlich Zeugnisse aus dem 19. Jahrhundert dokumentiert, die meisten notgedrungen gekürzt. Es sind Texte von Rousseau, Pestalozzi, Kant, Itard, Schwarz, Milde Ésquirol, Séguin, Guggenbühl, Saegert, Rösch, Kern, Helferich, Krais, Heyer, Disselhoff, Damerow, Carus, Georgens, Deinhardt, Down, Rall, Probst, Sengelmann, Reichelt, Barthold.
Die Quellensammlung beginnt mit der Zeit vor der Entstehung der Heimschulen, etwa von der Französischen Revolution bis zum Vormärz. Diese Beispiele sollen zeigen, wie sich die Überzeugung, dass Kinder mit geistiger Behinderung bildungsfähig sind, durchzusetzen begann (Nr. 1-7). Es folgt die Zeit der Gründung von Heil- und Erziehungsanstalten in ganz Europa (Nr. 8-18). Es dauerte lange, bis die staatlichen Schulbehörden sich zu ihrer Verantwortung bekannten. Sie sahen die Erziehung von Kindern mit geistiger Behinderung mehr als eine Aufgabe der Wohlfahrt an (Nr. 19-22). Fast alle in diesem Band abgedruckten Beiträge berühren Anthropologie, Psychologie und Heilpädagogik. Die unter diesen Stichworten zusammengestellten Texte (Nr. 23-26) zeigen, wie unterschiedlich Behinderungen gesehen wurden. Den immer noch viel zu wenig bekannten Gründern der Levana bei Wien, Georgens und Deinhardt, ist breiter Raum gegeben worden. Es folgen zwei Anstaltsordnungen (Nr. 27/28) und schließlich Ausschnitte aus den Berichten von der Konferenz für Idiotenheilpflege (Nr. 29-31), die den beginnenden Dissens zwischen den Heil- und Erziehungsanstalten einerseits und den Hilfsschulen andererseits erkennen lassen.
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