Alle Produkte zum Thema Geschichte

26,00 EUR
AT 26,20 EUR · CH 31,20 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
1925, 30 min., neu bearbeitet 1994 / S/W,
ISBN 978-3-925265-82-2
In den Warenkorb

[DVD] Die Welt der Lichtlosen (1925)

Ein Film über das Blindenbildungswesen der 20er Jahre in Deutschland
Gustav Kühn / Wolfgang Drave
Filmausschnitt Mehr Infos
Der Film zeigt das Leben in einer Blindenschule der 20er Jahre, die Ausbildung blinder Männer und Frauen in den klassischen Blindenberufen und die Ausübung derselben, das Studium in Marburg, die Herstellung und den Verleih von Punktschriftbüchern in Hamburg sowie Erholung und Freizeit in einem Blinden-Freizeitheim in Timmendorf.
1925 wurde in Kiel unter der Leitung des damals amtierenden Direktors der Landesblindenanstalt Kiel, Gustav Kühn, ein Film über das "Blindenbildungswesen" gedreht, der den Titel "Die Welt der Lichtlosen" trägt. Ich weiß nicht, ob dieser Film jemals zur Aufführung kam, jedenfalls sind von den damals 1481 m Film ganze 699 m übriggeblieben, haben beim Hersteller des Films, der Firma Nordmark, Kiel, überlebt und sind ungeschnitten, unkommentiert und damit schwer interpretierbar in den Besitz des Landesarchivs Schleswigs bzw. des Bundesarchivs Koblenz gelangt.
 
Bei Gesprächen mit älteren blinden Männern und Frauen im Rahmen des Projekts "Blinde erzählen - Die Geschichte der Blinden dieses Jahrhunderts" bin ich auf diese Filmfragmente gestoßen, habe sie, mit tatkräftiger Unterstützung von Erich Möller, Kiel gesucht und gefunden und schließlich, mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Blindenverbandes, des Bayerischen Blindenbundes, des Schleswig-Holsteinischen Blindenvereins und des Verbandes der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen, neu geordnet, kommentiert und vertont und somit einem interessierten Fachpublikum wieder zugänglich gemacht. Für diese zahlreiche Unterstützung möchte ich an dieser Stelle herzlich danken.
 
Beim Anschauen dieses Films sollte man sich die Zeit, in der er entstand, vergegenwärtigen: Die Blindenbildung ist in Deutschland über 100 Jahre alt, überall sind in den letzten Jahren neue Gebäude für die Blindenschulen errichtet worden, die Blindenlehrerkongresse finden regelmäßig statt. In Marburg wird seit 8 Jahren die Blindenstudienanstalt von Carl Strehl aufgebaut, in vielen Städten gibt es Blindenbüchereien, das Blindenhandwerk hat sich etabliert, die Blindenselbsthilfeorganisationen haben einen hohen Stellenwert für die betroffenen Männer und Frauen. Und die Veröffentlichungen der Zeit zeigen, wie wenig die diskutierten Themen der damaligen Zeit von denen heute abweichen.
 
Unter diesem Gesichtspunkt ist der Film "Die Welt der Lichtlosen" ein moderner Film. Aber darüber sollte sich jeder selbst ein Bild machen.
Den Trailer zum Film finden Sie hier: http://youtu.be/4wrkLsGONgc
 
X
15,00 EUR
AT 15,40 EUR · CH 18,00 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
1996, Festeinband, 430 S.,
ISBN 978-3-925265-61-7
In den Warenkorb

Hier riecht's nach Mozart und nach Tosca

Blinde Menschen erzählen ihr Leben
Wolfgang Drave
Mehr Infos
Blinde Frauen und Männer, die heute im Ruhestand leben, betrachten rückblickend Kindheit, Schule, Berufsausbildung, Beruf, Ehe, Familiengründung, Freundschaft, Nazizeit, Krieg und Nachkriegszeit, Erfolge und Misserfolge, erfüllte und unerfüllte Lebensträume, glückliche und unglückliche Stunden – ein einmaliges Zeugnis von gelebtem Leben, trotz fehlenden Sehvermögens. Es sind Zeugnisse von Mensch zu Mensch, die sich an alle richten, die ihrerseits offen sind und erkennen, dass der Alltag immer über sich selbst hinausweist (Prof. Dr. A. Möckel).
X
19,50 EUR
AT 20,00 EUR · CH 23,40 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
1999, Festeinband, 324 S.,
ISBN 978-3-925265-26-6
In den Warenkorb

Quellen zur Erziehung von Kindern mit geistiger Behinderung

Band 2: 20. Jahrhundert
Andreas Möckel, Heidemarie Adam, Gottfried Adam
Mehr Infos
Die Erziehung von Kindern mit geistiger Behinderung ist – historisch gesehen- immer noch ein junges Gebiet. Es ist erstaunlich, welche ein hohes Niveau im 19. Jahrhundert erreicht wurde und welche Schwierigkeiten die ersten Erzieher und Erzieherinnengeistig behinderter Kinder meisterten. Davon gibt der 1. Band dieser Quellensammlung Zeugnis.
Der zweite Band ist dem 20. Jahrhundert gewidmet. Mit kurzen Textzügen sind vertreten: Trüper, Key,, Montessori, Steiner, Krenberger, T. Heller, Fuchs, Goddard, Binding, Hoche, Henze, Hanselmann, Kreyssig, Braune, Wurm, von Galen, Kuhn, V. v. Weizsäcker, Hunt, König, Rett, Asperger, Adam, Heinemann, Kolakowski, C. F. v. Weizsäcker, Fischer, Nirje, Galliani, Wolfensberger, Kane, Fröhlich, Singer, Mall, Braun, Maiwald, Crossley u.a.
Der Band beginnt mit den Hoffnungen und den ersten Schatten des neuen Jahrhunderts (Nr. 1-7). Die Zeit vor dem Ersten  Weltkrieg war hinsichtlich der Erziehung geistig behinderter Kinder in ihrer Tendenz nicht eindeutig. Die Gefahren einer Diffamierung und einer möglichen Verfolgung zeichnete sich schon in den zwanziger Jahren ab und traten dann in den dreißiger Jahren in Deutschland vehement ein (Nr. 8-21). Zu diesem Zeitabschnitt sind einige mutige Proteste dokumentiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich die Überzeugung durch, dass geistig behinderte Kinder ein Recht auf öffentliche Erziehung und auf Unterricht haben (Nr. 22-36). Die Erziehung geistig behinderter Kinder festigte sich auch dadurch, dass die Schulverwaltungen in vielen Staaten der Welt die Schulpflicht für geistig behinderte Kinder und Schulen einrichteten und für die Ausbildung von Lehrern und Schulassistenten sorgten.
Die Definition von Heilpädagogik, Behinderung und geistiger Behinderung sind hauptsächlich der Einrichtung von Studiengängen für Heilpädagogik an den Hochschulen zu danken (Nr. 37). Mit der Integration und der Normalisation entstanden weltweite, auch gesellschaftspolitisch beachtete Bewegungen, die heute noch anhalten und eine Aufgabe auch des nächsten Jahrhunderts sein werden (Nr. 38-44). Das gleiche gilt für die neue Aufgabe der Erziehung schwer behinderter Kinder, der Differenzierung in den Erziehungsmethoden und der gesellschaftspolitischen Argumentation, welche die letzten beiden Jahrzehnte des Jahrhunderts kennzeichneten (Nr. 45-54).
X
19,50 EUR
AT 20,00 EUR · CH 23,40 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
1997, Festeinband, 351 S.,
ISBN 978-3-925265-25-9
In den Warenkorb

Quellen zur Erziehung von Kindern mit geistiger Behinderung

Bd. 1: 19. Jahrhundert
Andreas Möckel, Heidemarie Adam, Gottfried Adam (Hrsg.)
Mehr Infos
Die Erziehung von Kindern mit geistiger Behinderung ist – historisch gesehen- immer noch ein junges Gebiet. Es ist bewundernswert, welche Höhe sie im 19. Jahrhundert in einigen Anstalten erreichte.
Die vorliegenden „Quellentexte“ sollen zum Verständnis der Erziehung geistig behinderter Kinder und Jugendlicher in den im 19. Jahrhundert neuen Einrichtungen beitragen. Einiges kann nur noch historisches Interesse beanspruchen, anderes liest sich heute noch frisch. Wieder anderes enthält Vorurteile, so wie es sie heute noch oder wieder gibt.
Im ersten Band sind hauptsächlich Zeugnisse aus dem 19. Jahrhundert dokumentiert, die meisten notgedrungen gekürzt. Es sind Texte von Rousseau, Pestalozzi, Kant, Itard, Schwarz, Milde Ésquirol, Séguin, Guggenbühl, Saegert, Rösch, Kern, Helferich, Krais, Heyer, Disselhoff, Damerow, Carus, Georgens, Deinhardt, Down, Rall, Probst, Sengelmann, Reichelt, Barthold.
Die Quellensammlung beginnt mit der Zeit vor der Entstehung der Heimschulen, etwa von der Französischen Revolution bis zum Vormärz. Diese Beispiele sollen zeigen, wie sich die Überzeugung, dass Kinder mit geistiger Behinderung bildungsfähig sind, durchzusetzen begann (Nr. 1-7). Es folgt die Zeit der Gründung von Heil- und Erziehungsanstalten in ganz Europa (Nr. 8-18). Es dauerte lange, bis die staatlichen Schulbehörden sich zu ihrer Verantwortung bekannten. Sie sahen die Erziehung von Kindern mit geistiger Behinderung mehr als eine Aufgabe der Wohlfahrt an (Nr. 19-22). Fast alle in diesem Band abgedruckten Beiträge berühren Anthropologie, Psychologie und Heilpädagogik. Die unter diesen Stichworten zusammengestellten Texte (Nr. 23-26) zeigen, wie unterschiedlich Behinderungen gesehen wurden. Den immer noch viel zu wenig bekannten Gründern der Levana bei Wien, Georgens und Deinhardt, ist breiter Raum gegeben worden. Es folgen zwei Anstaltsordnungen (Nr. 27/28) und schließlich Ausschnitte aus den Berichten von der Konferenz für Idiotenheilpflege (Nr. 29-31), die den beginnenden Dissens zwischen den Heil- und Erziehungsanstalten einerseits und den Hilfsschulen andererseits erkennen lassen.
X
5,00 EUR
AT 5,10 EUR · CH 6,00 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
2000, kartoniert, 428 S.,
ISBN 978-3-934471-18-4
In den Warenkorb

Bildbar und verwertbar

Utilitätsdenken und Vorstellungen der Bildbarkeit behinderter Menschen Ende 18. und Anfang 19. Jahrhundert in Frankreich
Ursula Hofer-Sieber
Mehr Infos
Ist die angelsächsisch-französische Aufklärung mit ihrer Betonung von Perfektibilität, Rationalität und Nützlichkeit gegen einen gesellschaftlichen Einbezug behinderter Menschen gerichtet?
Die vorliegende Schrift will die Beweisführung gegen diese in heilpädagogischer Diskussion oft geäusserte Kritik aufgrund historischer Quellentexte antreten. Aus den ersten Bildungsversuchen sinnesbehinderter Menschen in Paris zur Zeit der Aufklärung lässt sich ablesen, dass das Nützlichkeitsdenken der Aufklärungszeit nicht primär gesellschaftlich bestimmt, sondern insbesondere auch individuumsbezogen angelegt war. Dieser Perspektivenwechsel und dessen Folgen für die eben erst einer umfassenden Bildung zugeführten blinden und gehörlosen Menschen gelangen zur Darstellung.
X
28,50 EUR
AT 29,30 EUR · CH 34,20 SFr
inkl. MwSt. zzgl. Versand
2013, kartoniert, 240 S.,
ISBN 978-3-934471-94-8
In den Warenkorb

Lebensgeschichte(n) entdecken und bewahren

Biografiearbeit mit Menschen mit schwerer Behinderung
Gerhard Brenner
Mehr Infos
Die typische Lesart der Lebensgeschichte von Menschen mit schwerer Behinderung in den Heimen der Behindertenhilfe in der Fachliteratur ist die einer Verlustgeschichte, bei der viele individuelle Spuren im Räderwerk der Institution verloren gehen. 
Am Schluss steht die Illusionslosigkeit des „Niemand weiß mehr“ (A. Fröhlich) und die deprimierende Feststellung, dass viele dieser Menschen ganz ohne persönliche Geschichte sind.
Die vorliegende Veröffentlichung möchte aufzeigen, dass biografisches Begleiten von Menschen mit schwerer Behinderung auch im institutionellen Rahmen möglich und notwendig ist. Es werden verschiedene Weisen vorgestellt, wie biografische Zeit aus der Perspektive von Menschen mit schwerer Behinderung erschlossen werden kann und ein Erfahren und Erleben der eigenen Lebensgeschichte ermöglichen.
Anhand von vielen Beispielen aus dem Leben von Thomas, eines langjährigen Bewohners der Blindeninstitutsstiftung Würzburg, wird dargestellt, dass die Biografie eines Menschen mit schwerer Behinderung trotz aller Schwierigkeiten, Verluste und Enttäuschungen auch eine Geschichte der Lebensbereicherung sein kann, bei der das Leben in voller Tiefe und Fülle erschlossen wird. 
X